Spass mit der Verbandsgemeinde Edenkoben – Teil 1

 

Wir haben gebaut… An und für sich eigentlich keine große Sache, machen ja danke recht niedriger Zinsen doch viele Leute in Deutschland. 

Der Bauplatz war da – wir haben ein Grundstück aus Familienhand übernommen – und das Haus recht günstig zu errichten. Wenn man mal von den ganzen Formalitäten wie Notarterminen und Ähnlichem absieht, war eigentlich auch alles recht human, es gab nur einen kleinen Knackpunkt: Das Gelände war noch nicht “erschlossen”. Will heissen, es lagen weder Wasser- noch Abwasseranschluss auf dem Grundstück, ebensowenig wie Strom und Telefon, allerdings waren diese beiden Faktoren weniger problematisch, da selbst die Telekom trotz aller Kritiken der letzen Jahre zeitnah und preislich im Rahmen agierte.

Größter Posten waren aber eben die Anschlusskosten der Wassergeschichten. Nun muss man wissen: Um einen Bauantrag und somit eine Baugenehmigung zu erhalten, muss die Erschließung des Baugrundstückes geregelt sein. Also haben wir uns mal mit der Verbandsgemeinde in Edenkoben in Verbindung gesetzt, die dann auch recht zeitnah das Gelände und die Umgebung in Augenschein nahmen. Das Ganze liegt nicht irgendwo in der Pampa, sondern einfach nur am Rande eines Wohngebietes. Also rechneten wir mit bezahlbaren Kosten.

Der erste Schock kam dann mit dem sogenannten “Erschließungsvertrag”: ca. 8.500€ netto sollten hierbei anfallen! Klar, dass ich erstmal zum Telefon gegriffen habe und mich erkundigte, wie denn knappe 10.000€ da zustande kämen, immerhin ist der nächste Kanaldeckel und auch das bereits erschlossene Grundstück der Nachbarn in einem Radius von 5m von der Grundstücksgrenze entfernt.

Nachdem mich der nette Herr am Telefon über die baulichen Gegebenheiten aufklärte (man müsse immerhin die halbe Straße aufreissen – was mir immer noch nicht ganz ersichtlich ist, denn neben der kompletten Strasse führt ein nicht asphaltierter Streifen mit ca. 1,5m – 2m Breite entlang!!) versprach man mir auch nach mehrmaligem Nachfragen am Telefon, dass ja schließlich das Ganze auch nur so eine MAXIMALSCHÄTZUNG wäre und dass es meistens viel günstiger käme… Ich habe wirklich mehrfach nachgefragt, immerhin hat man ja auch eine gewisse Erfahrung und ich hab mehrfach darauf hingewiesen,  dass ich eigentlich nicht bereit bin einen Vertrag zu unterzeichnen, der bindend ist (und Grundvorraussetzung für alle weiteren Schritte!) und dann aber so etwas wages wie “ca. 8.500€” enthält. Vielleicht wollte man sich einfach nicht festlegen, um später keine bösen Überraschungen zu erleben!

Man kann sich denken, wie es im nächsten Teil meiner kleinen Serie weitergeht…