Möbel vor Ort kaufen – Nie wieder Weber!

…oder wie ich lernte Möbel Weber in Herxheim zu hassen…

Wir schreiben das Jahr 2017 und eigentlich sind wir volldigitalisiert, zumindest was das Bestellen von Waren angeht. Amazon schickt regelmäßig Päckchen an uns und auch wenn es größer wird – Möbel z.B. lasse ich sehr gerne liefern, meistens ungesehen im Internet erstanden.

Nun hab ich mal mit den “Traditionen” gebrochen. Wir hier in Herxheim haben zwei Möbelhäuser vor Ort. Möbel Weber und Möbel Gilb. Bei Möbel Gilb haben wir bislang nur Kleinigkeiten gekauft, so Accessoires und Zeuchs, was man halt sieht und dann mitnimmt. Bei Möbel Weber hatte ich lange Zeit noch so eine Geschichte im Hinterkopf: Ich hab da mal Stühle abgeholt für meine Tante. Stühle auf die sie monatelang warten musste, weil die gewünschten Bezüge nicht lieferbar waren und/oder es immer wieder Probleme mit den Lieferanten gab. Aber wie so oft: man vergisst negative Dinge schnell…

Also mal eine Mittagspause um die Ecke bei Möbel Weber verbracht und mal nach einem schon lange auf der Wunschliste stehenden Bigsofa schauen. Das gabs nur in einer nicht ansprechenden Variante, aber dafür gab es eine Couch im Angebot. Sehr schöner Stoff, sehr tiefe Sitzfläche und dazu noch als Schmankerl eine elektrisch ausfahrbare Sitzfläche. Das Ganze für unter 1300€.

Die Hoffnung

Also kurz überlegt und ok, lass uns das Ding kaufen. Aber halt… Vor den Kauf hat der Möbelhausgott die Verkäufer und die Lieferzeit gestellt. Was im Internet eine Kleinigkeit ist, gewünschter Polsterstoff, Farbe und Seite des Schenkels auswählen, erfordert im Möbelhaus schon mehrere Nachfragen und wirkt relativ unsicher. Während man im Internet mittlerweile (auch bei Möbeln) mit Lieferzeiten zw. 1 und 3 Wochen hinkommt (wir hatten vorher ein großes Bett bestellt – Lieferzeit 13 Tage!), dauert es hier nach Angabe der Verkäuferin 6-8 Wochen, es sei denn, man wünscht frühere Lieferung. Ne, musste nicht unbedingt sein. Aber 6-8Wochen sei schon lange… Ja, wüsste sie, aber das klappe schon zuverlässig.

Alla gut, wie der Pfälzer sagt! Support your local dealer! Und bestellt. (Hier noch ne kleine Anmerkung für später: Was man im Internet auf einem Silbertablet serviert bekommt und mit Klick bestätigen muss, die AGBs, werden einem hier in grauer Schrift auf hellgrauem Papier auf der Rückseite des Vertrages untergejubelt!)

Das böse Erwachen

Wir warteten also geduldig, mittlerweile hatte ein Kollege von mir schon die alte Couch sich reserviert. Dann der Hammer: nach 5 Wochen (!!!) ein Anruf von Möbel Weber. Es gäbe da Probleme mit dem Lieferanten und man sei auch bezüglich der Farbe unsicher. Also unter diesen Umständen könne man frühestens nach 12-13 Wochen liefern!

Hoppala! Da kam mir die Geschichte mit meiner Tante wieder in den Sinn… Möbel Weber unterhält hier ein Abhollager, keine 200m vom eigentlichen Möbelhaus, hat eine Couch im Angebot, aber nur dieses eine Exemplar vor Ort.

Also Rückruf und NEIN! Das geht so nicht. Die Farbe steht auf dem Vertrag, das Lieferdatum war mündlich abgesprochen. Naja zumindest Rückruf in der Theorie. Da geht mal einfach niemand ans Telefon, haben es zwei Tage lang versucht.

Weil man aber auch im Alter klüger wird, macht man das schriftlich. Naja e-schriftlich, also das Kontaktformular auf der Webseite genutzt. Und ? Keine Reaktion. Ok, sind wir mal Multimedial und nutzen die Fazzebock-Seite bzw. den “Live”-Chat dort. Und siehe da, kaum schreibt man und wartet Stunden, schon gibt es eine Reaktion… Ja, man bitte vielmals um Entschuldigung und man würde sich telefonisch melden… Ähm ne, lassen Sie uns das bitte schriftlich machen, ich hab da schlechte Erfahrungen gemacht!

Also wieder hin und her geschrieben – ich schreibe mittlerweile direkt mit einem Herrn Weber! Was da kommt ist teilweise echt der Hammer und auch beleidigend! Uns/mir fehle wohl das Verständnis die Mails des Gegenübers zu verstehen! Ich solle mal von meinem hohen Ross runterkommen und ausserdem habe die Verkäuferin ja nie einen Liefertermin genannt.

Ich habe das Möbelhaus Weber mittlerweile per Einschreiben in Verzug gesetzt. Stichtag ist der 02.06.2017. Falls nach diesem Termin geliefert werden sollte (dann sind 10! Wochen vorbei), werde ich die Annahme verweigern und meine Anzahlung zurückverlangen.

Fazit zu Möbel Weber

Wenn man sich die Bewertungen auf Google ansieht, merkt man, dass dies kein Einzelfall ist! Bei einem lokalen Möbelhaus, hätte ich mehr Entgegenkommen erwartet. So macht man keine Geschäfte, Herr Weber… Das hat vielleicht mal im letzten Jahrhundert funktioniert, aber der Kunde ist heutzutage mündiger. Wenn ich dann auch noch lesen muss, dass man evtl. eine pünktliche Lieferung in Betracht ziehen könne, sollte ich meine Googlebewertung zurückziehen, dann klingt das ein wenig nach Erpressung.

Gerne können Sie die Couch in ein paar Wochen einem anderen nichtsahnenden Kunden verhökern, aber ich werde nach dem 2.6. keinerlei Geschäfte mehr mit Ihnen machen!

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