Braucht es eine Pandemie, um Dunning-Kruger zu beweisen?

Scheinbar ist es so, als wäre die Masse der Menschen in diesem Lande verrückt geworden? Da laufen unzählige Gestalten bei sogenannten "Spaziergängen" durch unsere Städte und fordern das Ende der "Diktatur", wehren sich gegen die geplante "Versklavung" durch die Impfpflicht, oder sind ganz einfach halt immer dabei, wenn man mal wieder gegen die ReGIERung aufbegehren kann.

Zunächst mal die positiver Erkenntnis: So viele sind das gar nicht. Die sind laut, gut vernetzt und halt unvernünftig genug mitten in einer Pandemie ohne Maske, Abstand (und Anstand) durch irgendwelche Käffer zu marschieren.

Es gibt aber leider auch - wie fast immer - die negativen Erkenntnisse: Der Großteil dieser Spaziergänge wird von Faschisten, Rassisten und Antisemiten geplant, veröffentlicht oder zumindest mitbeworben. Wie so oft geschieht dies vorrangig im Netz, via Telegram und Facebook/Twitter... Auch wenn ich druchaus glaube, dass da vereinzelt Menschen mitlaufen, die einfach nur Zweifel an der Impfung haben, ist halt Fakt: MIT NAZIS LÄUFT MAN NICHT!
Wer entweder behauptet, da wären keine Rechten dabei, ist entweder einfach selbst ein Rechter oder eben strunzdumm und blind. Wer lesen kann, Reichskriegsflaggen erkennt, einfach auch mal nur zuhört erkennt sehr schnell, wes Geistes Kind diese Menschen sind! Zu dem Teil der "anders intelligenten Teilnehmer" zähle ich dann die, die behaupten man würde mit 5GChips geimpft, die "Plandemie" sei ein Komplott der Pharmaindustrie oder gar Teil der großen Verschwörung zum "großen Reinemachen". Diese Menschen könnte man dann auch in einen Pulk von Faschos stellen, die würden nichts merken, die merken ja auch so im Leben nicht viel.

Um auf den Titel dieses Beitrags zurück zu kommen: Es braucht nicht unbedingt eine Pandemie, um zu beweisen, dass dumme Menschen laut und rechthaberisch sind. Aber die Maßnahmen und eben die Gegenproteste haben viel mehr dieser Menschen ans Licht gespült als jede andere Form des Protestes davor. Esoteriker würden eher nicht bei einer Demo mitlaufen, die gezielt die Schließung der europäischen Grenzen fordert (haben aber kein Problem damit, wenn solche Forderungen auf den aktuellen Demos gestellt werden)... Faschisten laufen eher selten bei Demos gegen RFID-Chips mit, haben aber kein Problem damit, wenn das "Dummvolk" die aktuellen Demos um einige Teilnehmer bereichert und somit für bessere Bilder und Schlagzeilen sorgt.

Was bleibt? Zunächst die fast immer in diesem Bereich geltende Weisheit: Man redet nicht mit solchen Menschen! Leute, die entweder tief in der rechten Szene verwurzelt sind oder Leute, die glauben, man würde durch die Luft (Chemtrails) zwangsgeimpft, haben das Recht auf eine Diskussion auf gleichem Level nicht verdient! Diese Menschen sind so festgefahren in ihren Ideen, dass die Fakten nicht akzeptiert werden. Was bringt es also so jemandem zuzuhören? Was sollte es bringen, so jemandem die Fakten zu erklären? Richtig: Nichts! Also spart man sich besser die Zeit und Kraft.

Mit dummen Menschen zu streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. Egal wie gut du Schach spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.

Was letztlich bleibt ist die Gewissheit, dass Danger Dan recht hat wenn er singt "Man vertraut auch nicht auf Staat und Polizeiapparat". Dass die Polizei ein tiefgreifendes Problem hat, dürfte jedem klar sein. Teilweise wird offen mit den Demoteilnehmern sympathisiert, Regelverletzungen einfach ignoriert und eben - wie immer - lieber auf den eventuellen Gegenprotest eingeprügelt als Recht und Ordnung durchzusetzen.

Die Pandemie geht vorbei. Viele der Impfverweigerer werden auf der Strecke bleiben. Entweder finanziell durch den Verlust des Arbeitsplatzes oder im schlimmsten Fall eben auch im wahrsten Sinne des Wortes, wenn das Virus seinen Tribut fordert.

Das sind mehr als nur 2 Cent von mir...