Kandel ist ständig aber nicht überall!

Zumindest der zweite Teil der Überschrift sollte uns Mut machen, denn wäre Kandel überall, wären wir durch Behördenwillkür und extrem aggressives Verhalten der Polizei deutschlandweit dazu verdammt, Rechtsradikalen und verfassungsfeindlichen Organisationen den roten Teppich auszurollen.

Kandel, ein beschauliches und durchaus schönes Städtchen in der Südpfalz erlangte im Dezember letzen Jahres traurige Berühmtheit durch den Mord eines Jungen Mannes an seiner Freundin, einer hier wohnenden Jugendlichen. Wie es in der letzten Zeit immer häufiger zu beobachten ist, dauerte es leider nicht lange, bis Medien und die Parteien und Organistationen am rechten Rand die Nationalität und den Flüchtlingsstatus des Mörders immer präsenter aufzeigten bzw. im zweiten Fall immer mehr für ihre Zwecke ausschlachteten.
Es dauerte nicht lange bis ein bekannter und extremer Rechter, Marco Kurz, auf diesen traurigen Anlass aufmerksam wurde und diesen für seine Zwecke ausnutzte. Das neu gegründete “Frauenbündnis Kandel” organisierte seit dem Trauermärsche, Gedenkveranstaltungen und Ähnliches. Nach einigen kleineren Aktionen wurde es auf einmal gößer, zumal die AfD mit auf den Zug aufsprang. Auch wenn sich die Partei immer wieder wand, was offizielle Unterstützung angeht, so wurden doch die Demonstrationen immer wieder im Netz beworben.

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Spass mit der Verbandsgemeinde Edenkoben – Teil 4

Wie ich schon in Teil 3 der Story angedeutet habe, folgte auch nach der vermeintlichen Einigung nicht wirklich das, was man erwarten würde: Ein Lösung des Konfliktes.

Los ging es damit, dass auch nach dem angeordneten Entgegenkommen der Verbandsgemeinde erstmal eine unveränderte Abrechnung aus Edenkoben an unseren Anwalt ging, sprich wieder eine Rechnung über den vollen Betrag.

Da ich – eigentlich ein geduldiger Mensch – aber nun auch so langsam an die Grenzen meiner Geduld kam, haben wir zusammen mit dem Anwalt ein Anschreiben aufgesetzt, in dem wir die VG noch freundlich auf ihren Fehler hinwiesen und den Damen und Herren mitteilten, dass sie doch bitte eine angepasste Abrechnung schicken mögen.

Wie nicht anders erwartet stieß dies auf vollkommenes Unverständnis in Edenkoben, erst nach dem xten Briefwechsel kamen langsam – eher Schmierzetteln ähnelnde, handschriftliche – Korrekturen der Rechnungen bei meinem Anwalt an. Da mich die ganze Geschichte gelehrt hat, dass man meistens einen feuchten Dreck auf solcherlei “Kalkulationen” geben kann, dauerte es noch 3 Anschreiben und mehrere Wochen, bis dann tatsächlich eine annehmbare korrigierte Version der Rechnung bei uns einging!

Witzigerweise waren die Anschreiben so formuliert, dass man jederzeit das Gefühl bekam, die Verbandsgemeinde zeige sich von ihrer kulanten Seite und tue uns einen Gefallen! Auch die Ratenzehlung wurde nur “ausnahmsweise” gewährt, obwohl sich zwischenzeitlich der Kreisrechtsauschuss aus Landau wieder mal zu Wort meldete und mit einer “Zwangslösung” des Problems drohte, sollte sich die Verbandsgemeinde in Edenkoben nicht baldigst mal zu einer Schlichtung durchringen!

Die Kosten für die Anhörung vor eben jenem Ausschuss wurden dann auch so umgelegt, dass die VG 80% der Kosten zu tragen hatte – immerhin hatten Sie ja quasi verloren! Dies führt – natürlich – zu einem letzten “Missverständnis” der kompetenten Herrschaften in Edenkoben… Aber das erfahren wir im nächsten und hoffentlich letzten Teil dieser Geschichte…

Spass mit der Verbandsgemeinde Edenkoben – Teil 2

So ist es halt, wenn man sich auf das Wort eines Mitarbeiters in einer deutschen Behörde verlässt… Wie im ersten Teil unserer Serie schon beschrieben, sollten sich die Erschließungskosten ja auf ca. 8.500 € belaufen…Wie nicht anders von einer Behörde zu erwarten zog sich sowohl die Arbeit an sich, als auch die Rechnungstellung dafür in die Länge. Fast hätte das Haus gestanden, ohne dass irgendjemand einen Wasseranschluss vorbereitet hatte!

Die Rechnung an sich kam einige Monate später und – wer konnte es ahnen – belief sich auf knapp 14.000€… Begründung: Man sei in dem Kostenvoranschlag von knappen 17m Anschlüssen ausgegangen, alles in allem hatte man aber 24-25m benötigt. Daaaa musste ich dann doch mal nachfragen! Immerhin waren einige Arbeiter und auch Vorgesetzte vor Ort gewesen und keinem war aufgefallen, dass man bei der ersten Messung fast ein Drittel des Maßbandes fast angehalten hatte? Wie um alles in der Welt kann man sich um 7m in einer so kurzen Strecke verschätzen???
Naja, ich denke es ist unnötig zu erwähnen, dass wir erstmal nicht gezahlt haben. Uns wurde angeboten – übrigens von dem gleichen Herren, der mir versichert hatte, der Kostenvoranschlag sei ein Maximalbetrag – uns einfach mal zusammenzusetzen und für das Ganze eine Lösung zu finden. Auf den Termin würden wir heute noch warten!
Also blieb uns nichts anderes übrig, als die Zahlung erstmal zu verweigern und uns einen Anwalt zu sichen, der tatsächlich auch bereit war uns in einem Fall gegen Behörden zu vertreten.
Weitere Schmankerl gibt es in den kommenen Serien…