Spass mit der Verbandsgemeinde Edenkoben – Teil 4

Wie ich schon in Teil 3 der Story angedeutet habe, folgte auch nach der vermeintlichen Einigung nicht wirklich das, was man erwarten würde: Ein Lösung des Konfliktes.

Los ging es damit, dass auch nach dem angeordneten Entgegenkommen der Verbandsgemeinde erstmal eine unveränderte Abrechnung aus Edenkoben an unseren Anwalt ging, sprich wieder eine Rechnung über den vollen Betrag.

Da ich – eigentlich ein geduldiger Mensch – aber nun auch so langsam an die Grenzen meiner Geduld kam, haben wir zusammen mit dem Anwalt ein Anschreiben aufgesetzt, in dem wir die VG noch freundlich auf ihren Fehler hinwiesen und den Damen und Herren mitteilten, dass sie doch bitte eine angepasste Abrechnung schicken mögen.

Wie nicht anders erwartet stieß dies auf vollkommenes Unverständnis in Edenkoben, erst nach dem xten Briefwechsel kamen langsam – eher Schmierzetteln ähnelnde, handschriftliche – Korrekturen der Rechnungen bei meinem Anwalt an. Da mich die ganze Geschichte gelehrt hat, dass man meistens einen feuchten Dreck auf solcherlei “Kalkulationen” geben kann, dauerte es noch 3 Anschreiben und mehrere Wochen, bis dann tatsächlich eine annehmbare korrigierte Version der Rechnung bei uns einging!

Witzigerweise waren die Anschreiben so formuliert, dass man jederzeit das Gefühl bekam, die Verbandsgemeinde zeige sich von ihrer kulanten Seite und tue uns einen Gefallen! Auch die Ratenzehlung wurde nur “ausnahmsweise” gewährt, obwohl sich zwischenzeitlich der Kreisrechtsauschuss aus Landau wieder mal zu Wort meldete und mit einer “Zwangslösung” des Problems drohte, sollte sich die Verbandsgemeinde in Edenkoben nicht baldigst mal zu einer Schlichtung durchringen!

Die Kosten für die Anhörung vor eben jenem Ausschuss wurden dann auch so umgelegt, dass die VG 80% der Kosten zu tragen hatte – immerhin hatten Sie ja quasi verloren! Dies führt – natürlich – zu einem letzten “Missverständnis” der kompetenten Herrschaften in Edenkoben… Aber das erfahren wir im nächsten und hoffentlich letzten Teil dieser Geschichte…

Spass mit der Verbandsgemeinde Edenkoben – Teil 3

…oder auch “der Kreisrechtsausschuss“…

Da saßen wir nun, ich und mein Anwalt, 2 Vertreter der Verbandsgemeinde Edenkoben (unter anderem der nette Herr, der uns einen “Maximalbetrag” und auch ein Treffen versprochen hatte) und – wie bei Behörden üblich – eine große Anzahl von Menschen der Kreisverwaltung Landau/Pfalz.

Der erste Kommentar des anderen Vertreters der Verbandsgemeinde Edenkoben war “Uns hat noch nie jemand vor den Kreisrechtsausschuss bestellt”. Tja, dann wurde es mal Zeit! Möchte nicht wissen, wie oft die Bürger einfach überhöhte Rechnungen akzeptiert haben!

Am Ende des Termins war folgende Fakten festgestellt worden: Der Kostenvoranschlag der VG war zu niedrig und könnte unter Umständen angefechtet werden vor einem Gericht. Da dies aber für beide Seiten kosten- und zeitaufwändig wäre, zumal der Ausgang nie klar sei, einige man sich in der Mitte… Sprich: Die VG stellt eine neue Rechnung mit einem angepassten Betrag und wir werden das Ganze in Raten abzahlen. Darauf hatte ich bestanden, denn man darf nicht vergessen: Mittlerweile war seit Ausführung und Rechnungsstellung annähernd 1,5 Jahre vergangen! Ich konnte also plausibel darlegen, dass – wenn überhaupt – Geld vorhanden sei, dies unter keinen Umständen den überhöhten Betrag decke. Wir hatten nämlich unseren Hauskredit genau auf den Maximalbetrag angepasst!

Was nun folgt, ist eigentlich an Lächerlichkeit nicht zu überbieten…