Spass mit der Verbandsgemeinde Edenkoben – Teil 5

Und zum Abschluss nochmal ein Beweis der Kompetenz unserer Behörden: Da die Verbands Gemeinde 80% der Kosten der Anhörung übernehmen musste, blieben für uns 20% (oder wie es immer so schön im Amtsdeutsch hieß: “20/100 Teilen” ;-)).

Also zahlte die VG 100% ans Land und stellte uns eine Rechnung über 20%, ganze 24€… Und wer ahnt es? Doppelt… Mit unterschiedlichen Vorgangsnummern.

Während wir also noch verzweifelt versuchen irgendwie diese Doppelkosten zu ergründen, kommt der Mahnbescheid über 48€ Plus Mahngebühr. Da wir der ganzen Sache mittlerweile echt überdrüssig waren, stellte sich diese “Leck mich am Arsch”-Haltung ein und wir haben brav die Summe überwiesen… Nur um ein paar Tage später wieder 24€ mehr auf unserem Konto vorzufinden, welche die VG zurücküberwiesen hatte, wegen “Doppelüberweisung”… Und diese Menschen kümmern sich jeden Tag um unsere Belange… Durch diese Menschen lassen wir uns verwalten…

Ich hoffe echt, ihr kommt nie in die Region und auch noch auf die Idee hier zu bauen!

Spass mit der Verbandsgemeinde Edenkoben – Teil 4

Wie ich schon in Teil 3 der Story angedeutet habe, folgte auch nach der vermeintlichen Einigung nicht wirklich das, was man erwarten würde: Ein Lösung des Konfliktes.

Los ging es damit, dass auch nach dem angeordneten Entgegenkommen der Verbandsgemeinde erstmal eine unveränderte Abrechnung aus Edenkoben an unseren Anwalt ging, sprich wieder eine Rechnung über den vollen Betrag.

Da ich – eigentlich ein geduldiger Mensch – aber nun auch so langsam an die Grenzen meiner Geduld kam, haben wir zusammen mit dem Anwalt ein Anschreiben aufgesetzt, in dem wir die VG noch freundlich auf ihren Fehler hinwiesen und den Damen und Herren mitteilten, dass sie doch bitte eine angepasste Abrechnung schicken mögen.

Wie nicht anders erwartet stieß dies auf vollkommenes Unverständnis in Edenkoben, erst nach dem xten Briefwechsel kamen langsam – eher Schmierzetteln ähnelnde, handschriftliche – Korrekturen der Rechnungen bei meinem Anwalt an. Da mich die ganze Geschichte gelehrt hat, dass man meistens einen feuchten Dreck auf solcherlei “Kalkulationen” geben kann, dauerte es noch 3 Anschreiben und mehrere Wochen, bis dann tatsächlich eine annehmbare korrigierte Version der Rechnung bei uns einging!

Witzigerweise waren die Anschreiben so formuliert, dass man jederzeit das Gefühl bekam, die Verbandsgemeinde zeige sich von ihrer kulanten Seite und tue uns einen Gefallen! Auch die Ratenzehlung wurde nur “ausnahmsweise” gewährt, obwohl sich zwischenzeitlich der Kreisrechtsauschuss aus Landau wieder mal zu Wort meldete und mit einer “Zwangslösung” des Problems drohte, sollte sich die Verbandsgemeinde in Edenkoben nicht baldigst mal zu einer Schlichtung durchringen!

Die Kosten für die Anhörung vor eben jenem Ausschuss wurden dann auch so umgelegt, dass die VG 80% der Kosten zu tragen hatte – immerhin hatten Sie ja quasi verloren! Dies führt – natürlich – zu einem letzten “Missverständnis” der kompetenten Herrschaften in Edenkoben… Aber das erfahren wir im nächsten und hoffentlich letzten Teil dieser Geschichte…

Spass mit der Verbandsgemeinde Edenkoben – Teil 3

…oder auch “der Kreisrechtsausschuss“…

Da saßen wir nun, ich und mein Anwalt, 2 Vertreter der Verbandsgemeinde Edenkoben (unter anderem der nette Herr, der uns einen “Maximalbetrag” und auch ein Treffen versprochen hatte) und – wie bei Behörden üblich – eine große Anzahl von Menschen der Kreisverwaltung Landau/Pfalz.

Der erste Kommentar des anderen Vertreters der Verbandsgemeinde Edenkoben war “Uns hat noch nie jemand vor den Kreisrechtsausschuss bestellt”. Tja, dann wurde es mal Zeit! Möchte nicht wissen, wie oft die Bürger einfach überhöhte Rechnungen akzeptiert haben!

Am Ende des Termins war folgende Fakten festgestellt worden: Der Kostenvoranschlag der VG war zu niedrig und könnte unter Umständen angefechtet werden vor einem Gericht. Da dies aber für beide Seiten kosten- und zeitaufwändig wäre, zumal der Ausgang nie klar sei, einige man sich in der Mitte… Sprich: Die VG stellt eine neue Rechnung mit einem angepassten Betrag und wir werden das Ganze in Raten abzahlen. Darauf hatte ich bestanden, denn man darf nicht vergessen: Mittlerweile war seit Ausführung und Rechnungsstellung annähernd 1,5 Jahre vergangen! Ich konnte also plausibel darlegen, dass – wenn überhaupt – Geld vorhanden sei, dies unter keinen Umständen den überhöhten Betrag decke. Wir hatten nämlich unseren Hauskredit genau auf den Maximalbetrag angepasst!

Was nun folgt, ist eigentlich an Lächerlichkeit nicht zu überbieten…

Spass mit der Verbandsgemeinde Edenkoben – Teil 1

 

Wir haben gebaut… An und für sich eigentlich keine große Sache, machen ja danke recht niedriger Zinsen doch viele Leute in Deutschland. 

Der Bauplatz war da – wir haben ein Grundstück aus Familienhand übernommen – und das Haus recht günstig zu errichten. Wenn man mal von den ganzen Formalitäten wie Notarterminen und Ähnlichem absieht, war eigentlich auch alles recht human, es gab nur einen kleinen Knackpunkt: Das Gelände war noch nicht “erschlossen”. Will heissen, es lagen weder Wasser- noch Abwasseranschluss auf dem Grundstück, ebensowenig wie Strom und Telefon, allerdings waren diese beiden Faktoren weniger problematisch, da selbst die Telekom trotz aller Kritiken der letzen Jahre zeitnah und preislich im Rahmen agierte.

Größter Posten waren aber eben die Anschlusskosten der Wassergeschichten. Nun muss man wissen: Um einen Bauantrag und somit eine Baugenehmigung zu erhalten, muss die Erschließung des Baugrundstückes geregelt sein. Also haben wir uns mal mit der Verbandsgemeinde in Edenkoben in Verbindung gesetzt, die dann auch recht zeitnah das Gelände und die Umgebung in Augenschein nahmen. Das Ganze liegt nicht irgendwo in der Pampa, sondern einfach nur am Rande eines Wohngebietes. Also rechneten wir mit bezahlbaren Kosten.

Der erste Schock kam dann mit dem sogenannten “Erschließungsvertrag”: ca. 8.500€ netto sollten hierbei anfallen! Klar, dass ich erstmal zum Telefon gegriffen habe und mich erkundigte, wie denn knappe 10.000€ da zustande kämen, immerhin ist der nächste Kanaldeckel und auch das bereits erschlossene Grundstück der Nachbarn in einem Radius von 5m von der Grundstücksgrenze entfernt.

Nachdem mich der nette Herr am Telefon über die baulichen Gegebenheiten aufklärte (man müsse immerhin die halbe Straße aufreissen – was mir immer noch nicht ganz ersichtlich ist, denn neben der kompletten Strasse führt ein nicht asphaltierter Streifen mit ca. 1,5m – 2m Breite entlang!!) versprach man mir auch nach mehrmaligem Nachfragen am Telefon, dass ja schließlich das Ganze auch nur so eine MAXIMALSCHÄTZUNG wäre und dass es meistens viel günstiger käme… Ich habe wirklich mehrfach nachgefragt, immerhin hat man ja auch eine gewisse Erfahrung und ich hab mehrfach darauf hingewiesen,  dass ich eigentlich nicht bereit bin einen Vertrag zu unterzeichnen, der bindend ist (und Grundvorraussetzung für alle weiteren Schritte!) und dann aber so etwas wages wie “ca. 8.500€” enthält. Vielleicht wollte man sich einfach nicht festlegen, um später keine bösen Überraschungen zu erleben!

Man kann sich denken, wie es im nächsten Teil meiner kleinen Serie weitergeht…